P-Magazin – Artikel

Ein Artikel im P-Magazin ist online und in Druckversion verfügbar:

Link ist hier

Es gibt allerdings ein paar Anmerkungen von unserer Seite:

1.) An einer Stelle wird geschrieben „Oberbürgermeister Partsch habe seine Unterstützung bereits im März versprochen, doch von dieser Unterstützung drang bisher noch nichts zum Verein durch. Der stadteigene Verwaltungsapparat kommt nur langsam in die Gänge. Viel zu langsam, finden die Wohnwerker.“ Ein Missverständnis. Im Gegenteil haben wir sogar das bisherige Interesse und Engagement von Seiten der Stadt gelobt. Wohnwerk möchte Herrn Partsch und der Stadt bei der Suche entgegen kommen, in dem durch Pressehilfe auf die Suche hinweisen wird, so dass die Suche nicht nur auf Seiten der Stadt und Herrn Partsch lastet.
Leider mussten wir erfahren, dass sich derzeit laut IDA kein Grundstück im Portfolio der Wissenschaftsstadt Darmstadt befindet, dass sich für unsere Nutzung eignet. Der städtische Grundbesitz, der möglicherweise in Frage käme, ist langfristig verpachtet, so dass auch durch eine Kündigung derzeit keine Fläche kurzfristig zur Verfügung steht.

2.) Jillys Kommentar „Seitdem ich in einer Bauwagensiedlung lebe, muss ich mir um Miete keine Gedanken mehr machen.“, ist eher so zu zu verstehen, dass es ihr nicht darum geht keine Miete zu zahlen, sondern darauf hinzuweisen, wieviel man zahlen muss für das Grundbedürfnis ein Dach übern Kopf zu haben. Miete zu zahlen hält sie für gewöhnlich, jedoch nicht den steigenden Mietswahnsinn in vielen Städten und die damit einhergehende Gentrifizierung…

3.) Wir eröffnen kein „eigenes“ Repaircafé sondern stellen eher eines zur Verfügung. Es ist also als Angebot zur Selbsthilfe zu verstehen. Besuchende können durch den Tüftel-Versuch mit dem von uns zur Verfügung gestellten Werkzeug sich bilden und sich gegenseitig oder von Wohnwerklern Ratschläge einholen. Es können aber auch gelegentlich Workshops angeboten werden, z.B. Fahrradreparatur-Workshop mit Unterstützung von GeWeDa e.V.

4.) Wer sich wundert wer Luise ist (sie taucht plötzlich im Artikel auf): Sie ist ebenso Wohnwerk-Mitstreiterin

 

Bezahlbarer Wohnraum in Darmstadt ist knapp. Raum für sowohl eine gemeinnützige und integrative Nutzung als auch alternative und bezahlbare Wohnformen für Menschen (die sich ehrenamtlich engagieren wollen) sind in Darmstadt und Umgebung kaum verfügbar. Findet man doch ein Grundstück, welches zur Verfügung stehen würde, so liegt es meist außerhalb unseren finanziellen Möglichkeiten. Auch die bestehenden Darmstädter Wagenplätze sind in ihren räumlichen Kapazitäten erschöpft und es gibt kaum Platz für neue BewerberInnen.
Ferner ist es eine rechtliche Frage. Wer in einem Bauwagen/mobilen Wohnheim wohnt, bewegt sich in Deutschland in einer Grauzone. Es gibt zwei Alternativen: Der Anschluss an einen Bauernhof oder an einem von der Stadt zur Verfügung gestellten Grundstück mit baurechtlicher Duldung. Dies hat den Vorteil legal wohnen zu können, da Bauwägen bei landwirtschaftlichen Betrieben als Nebengebäude oder im städtischen Pachtvertrag beschriebene geduldete mobile Wohnheime betrachtet werden, die ohne Baugenehmigung aufgestellt werden können.  
Ein potentieller Anschluss an einem landwirtschaftlichen Betrieb, der regionale, sowie saisonale Ware anbietet, sehen wir als Möglichkeit unsere nachhaltige Lebensweise leichter umzusetzen. Die Nähe zu solch einem Betrieb wäre ebenso praktisch, um Seminare anzubieten, der Menschen alternativweise zum Konsum von regionalen, sowie saisonalen Gütern anregt. Es gab jedoch keine Zusage von allen angefragten Bauernhöfen im Raum Darmstadt und näherer Umgebung. Neben der Anfrage bei der Stadt versuchen wir uns daher durch Presse und online Angeboten auf uns und unserer Suche Aufmerksam zu machen und hoffen weiterhin, dass Menschen auf uns zukommen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *